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Einführung

Die Biotechnologie, seit Jahrtausenden für die menschliche Ernährung genutzt, hat durch die Möglichkeiten der Gentechnik eine entscheidende Erweiterung erfahren. Die Ausstellung "Gen-Welten Ernährung" beleuchtet die historischen Zusammenhänge und informiert anhand konkreter Beispiele von Mikroorganismen, Pflanzen und Nutztieren über den Stand der modernen Forschung, über Anwendungen und über die vielfältigen Bezüge zu unserer täglichen Nahrung.

Die Ausstellung will offen informieren, der Ausstellungsort soll ein öffentliches Forum für zentrale gesellschaftliche Fragen sein, ohne von vornherein festgelegte Positionen - eine Darlegung von Fakten und Meinungen, die ein differenziertes Abwägen und Entscheiden zulässt. Denn nur so können wir dem äusserst komplexen Sachverhalt gerecht werden.


Gestern und heute
Vom Neolithikum ins 20. Jahrhundert

Der Mensch ist Beobachter, er sucht Nahrungspflanzen aus, kultiviert und vermehrt sie, domestiziert Tiere, kreuzt sie aus. Seit Jahrtausenden greift er so in die Natur ein, verändert sie und passt sie seinen Bedürfnissen an. Ziel ist immer, die Nahrungsgrundlagen zu verbessern, ertragreichere und widerstandsfähigere Pflanzen sowie einen wertvolleren Tierbestand zu erhalten.

Technische Fortschritte im 19. und 20. Jahrhundert ermöglichten faszinierende Einblicke in bisher für das Auge Unsichtbares. Und seit nur knapp 50 Jahren kennt man die Struktur der Erbsubstanz DNA, was das Verständnis für biologische Vorgänge in der Zelle entscheidend erweitert hat. Von der Natur gewonnene Werkzeuge ermöglichen gezieltere Eingriffe in das Zellgeschehen. Ein 3D-Film lädt die Ausstellungsbesucher zu einer poetischen Entdeckungsreise in die Zelle ein und informiert über den Stand unserer Vorstellungen und Kenntnisse der komplexen Dynamik in der kleinsten Einheit des Lebens.


Heute für morgen
Aufbruch ins 21. Jahrhundert

Verluste bei der Ernte hochwertiger Nahrungspflanzen, bedingt durch Insekten, Unkräuter und Krankheiten, sowie Verluste von Nutztieren durch Seuchen sind weltweit drängende Herausforderungen, die rasches und waches Handeln erfordern.

Ob mit klassischer Züchtung oder Gentechnik erzielte Krankheitsresistenz, ob biologische Schädlingsbekämpfung oder chemische Unkrautvertilgung: Jede Methode ist unvoreingenommen auf Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit zu prüfen, um eingesetzt werden zu können, ohne dass festgefahrene Positionen wertvollste Strategien von vornherein unterbinden. Die Ausstellung führt viele Beispiele moderner biotechnologischer Verfahren vor, zeigt aktuelle und zukünftige Anwendungen und diskutiert Probleme, die in Verantwortung zu lösen sind.


   

DNA-Doppelhelix: Film, Crick-Watson-Modell, Fotos, Texte ...





Beispiele aus der aktuellen Pflanzenzüchtung: Reis, Äpfel, Kakao, Maniok und Weizen.





In-vitro-Kultur von Weinpflänzchen: Die Blätter der wenige Wochen alten Reben haben bereits ihre charakteristische Form.



Als würde man in die schwarzen Körner aus dem Neolithikum hineinschauen und ihre Erbsubstanz vergrössern: Crick-Watson-Modell (Kopie) des Erbmaterials DNA (1953) und Tunnelmikroskop- aufnahme von DNA (1995).



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